HOBBIES

Inhalt:

Lesen  Klavier  Kräutergarten   Sticken und Basteln  Zeichnen  Kino u.a.m.

 

Was treibe ich also in meiner Freizeit? Ich probiere möglichst alles mal aus und bleibe bei nix Bestimmtem...Nee nee – ganz so schlimm ist es eigentlich nicht. Ich bin halt vielfältig interessiert, wie man so schön sagt.

Hobby Nr.1 (da ganzjährig ausgeübt) ist LESEN!!!

Kriterien: Wenn irgendwie möglich, dann mindestens 1000 Seiten. Ansonsten ist alles relativ egal. Ich lese vorallem gern historische/ historisch unterlegte Romane von König Artus’ Zeit bis zur Jahrhundertwende (1900), das Thema "2. Weltkrieg" interessiert mich auch in allen Facetten. Richtige "Lieblingsautoren" habe ich nicht - mal der, mal jener... Robert Merle, die Noll, Isabelle Allende, Dan Brown oder Thomas Brussig - alles querbeet, alles gern genommen...
Krimis sind ab und zu auch ein Faible von mir, z.B. die von Donna Leon, oder Inspector-Jury-Romane (herrlich! nur der letzte ist enttäuschend).

Empfehlung des Hauses:
Sehr beeindruckend - gerade gelesen: "Suite francaise" von Irene Nemirovsky. Nicht nur das Buch an sich - ein Romanfragment, geschrieben 1940-1942 in Frankreich, handelnd von ebendieser Zeit und diesem Ort (Flucht aus Paris vor den Deutschen, Besetzung eines Dorfes durch die Deutschen) - sondern auch das tatsächliche Leben der Autorin, welches selbst einem Drama gleicht. Am Ende des Buchs findet sich der Briefverkehr, der sich nach ihrer Deportation durch die Deutschen zwischen ihrem Mann und allen möglichen einflußreichen Personen entsponnen hat, die er völlig verzweifelt um Hilfe bat. Besonders berührend: kurz danach wurde er selbst deportiert, später vergast. Zu dem Zeitpunkt war seine Frau schon tot. Sehr sehr sehr schlimm, unbegreiflich. Und ich werde sicherlich die eigentlichen Romane von I.N. lesen, ich mag ihren Stil sehr. Kostprobe?
alle Romane (mittlerweile fünf) von Diana Gabaldon über ein Zeitreise ins Schottland des 18. Jahrhunderts. Vielleicht nicht gerade die Perlen der Weisheit, aber spannend und unterhaltsam...
Eine Überraschung war für mich "Ensel und Krete" von Walter Moers - zum Schreien komisch. Auch alle danach gekauften Moers-Bücher lohnen jeden Cent!
Ebenfalls nicht schlecht, wenn auch fremdwortlastig: "Die Voyeurin" (das Leben aus der Sicht einer antiken Vase).
Empfehlenswert für "Ossis" meines Jahrgangs: "Zonenkinder" - irgendwie ziemlich treffend beschrieben...
Mitreißend war "Illuminati" - da kriegt man vorallem gleich Lust, nach Rom zu fahren und die Romanschauplätze selbst zu begutachten! Naja, und wo Illuminati sind, ist natürlich auch Sakrileg nicht weit - mindestens genauso spannend, der Film war allerdings eine Enttäuschung.
Und auch wenn es vielleicht peinlich ist - aber JA! ICH HABE ES GELESEN! Bohlens "Nichts als die Wahrheit". Und ich war angenehm überrascht - auch wenn der Typ in den Medien gelinde gesagt nervig und unsympathisch rüberkommt, das Buch ist total witzig geschrieben und ich ärgere mich nicht, daß ich es mir gewünscht habe!
Der Nikolausi hatte mir 2003 den neuesten Harry Potter beschert! Den 4. Band fand ich angesichts eines toten Kindes am Ende nicht sonderlich toll, der Fünfte war aber wieder super spannend und hat die Sucht (leider?!) auf's Neue entfacht... Den 6. habe ich geradezu verschlungen - entsetzlich, wer diesmal stirbt! Muß das nur immer sein?? Der siebte war auch wieder recht spannend, aber ich verstehe trotzdem nicht, warum die Bücher von Mal zu Mal düsterer und grusliger werden mußten und ständig jemand sterben muß! Ehrlich gesagt hätte ich es weniger schlimm gefunden, wenn H.P. selbst stirbt, als wenn Hermine und Ron sterben... Irgendwie wirkt Harry so äh komisch märtyrermäßig, bißchen wie Frodo... Das nervt teilweise! Sorry!!
Habe mich vor einiger Zeit durchgefressen durch Anne Rice's "Hexenstunde", ein superdickes (1.Pluspunkt), superspannendes (2. Pluspunkt) Werk über eine Hexenfamilie, deren 300jährige Geschichte aufgerollt wird bis ins Jetzt. Sehr empfehlenswert, wenn auch stellenweise gruslig, aber das kommt immer ganz auf die Phantasie des Lesers an, nicht wahr? Übrigens weckt es die Lust auf ihre Vampir-Trilogie, nach welcher "Interview mit einem Vampir" gedreht wurde... Und NATÜRLICH mußte ich auch die Twighlight-Saga lesen, klar. Zugegeben, das erste Buch war echt der Knaller, intellektuell vielleicht nicht grad ein Höhepunkt, aber jedenfalls fesselnd. Die restlichen Teile waren enttäuschend, da sieht man mal wieder, daß es nichts bringt, auf Teufel komm raus Bücher zu schreiben, nur um den Hype auszunutzen. Schade!! Wen das Thema Vampire aber interessiert, sollte vielleicht mal die russische Variante probieren: Wächter der Nacht und Folgebände fand ich richtig gut, mal eine etwas andere Sichtweise, spannend, amüsant, lesenswert. Und zu guter letzt vielleicht noch Fledermausland - wenn DAS keine andere Interpretation des Vampirthemas ist, weiß ich auch nicht. Ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Und noch etwas ganz anderes - "John Lennon - die Legende", eine Bildband-Biografie, keine Ahnung, wie man das beschreiben soll, jedenfalls genial mit etlichen kleinen Extras, 1:1-Kopien von Songtexten, Tagebuchnotizen, Zeugnissen o.ä. zum Rausnehmen - als ob man die Originale in der Hand hält!!
Bei der Vorschau zu "Der Untergang" kam auch Werbung für den Film "De Tweelings", die Story klang sehr interessant,sodaß ich mir gleich das gleichnamige Buch von Tessa de Loo besorgt habe - hab' es geradezu verschlungen und kann es absolut weiterempfehlen. Ehrlich gesagt hatten wir auf unseren Reisen in den Niederlanden ab und zu eine unterschwellige Ablehnung gegen uns als Deutsche empfunden, wußten aber nicht so genau, wo und wie wir das einordnen sollten - möglicherweise waren es Überbleibsel der alten Nachkriegs-Ressentiments, die in dem Buch sehr ausführlich beschrieben werden...
Sehr empfehlenswert ist auch das Buch von Traudl Junge selbst, nach welchem "Der Untergang" gedreht wurde. Das Buch ist meiner Meinung nach beeindruckender und unglaublicher als der Film: Im Film beeindruckt ja hauptsächlich die Bildgewalt, im Buch beeindruckt wie immer bei diesem Thema das Unfassliche der Nazimentalität und des Krieges. Man kann da irgendwie noch so viel drüber lesen, offen bleibt dennoch die Frage, wie so viele sogenannte "normale Menschen" der Faszination Hitlers erliegen konnten und wie sie dann solche Ausnahmesituationen wie das Kriegsende meisterten (oder eben auch nicht)...
Natürlich darf es auch gern mal was Lustiges sein - für alle Katzenbesitzer zum Totlachen (und der Beweis, daß die eigene Miezi doch nicht sooo außergewöhnlich ist): "Die gemeine Hauskatze" von Terry Pratchett. Kennt noch jemand seine "Nachtwächter"? Genau die gleiche Kerbe! Ich find's herrlich - meine Schwester zu ballaballa...
Ebenfalls gelesen habe ich von Stefanie Zweig die zwei Romane "Nirgendwo in Afrika/Irgendwo in Deutschland". Eine ungewöhnliche, sehr bildhafte Sprache, sehr eigen, aber trotzdem sehr mitreißend. Und die Geschichte an sich - zumal auf einer wahren Begebenheit beruhend - ist unglaublich. Besonders der zweite Teil - meistens enden die Kriegsgeschichten ja 1945, aber hier erfährt man auch mal, wie extrem die nächsten paar Jahre für die Bevölkerung war. Sehr sehr lesenswert. Den Film habe ich vor langer Zeit mal gesehen, aber in meiner Erinnerung hat er mit dem Buch kaum was gemein.
Und wie sollte es anders sein - natürlich mußte ich "Die weiße Massai" lesen. Ich hatte den Film vorher gesehen, und wieder einmal wird die Verfilmung dem Buch nicht wirklich gerecht. Während des Lesens muß ich ausgesehen haben wie Parkinson im Endstadium - ich bin einfach aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus gekommen ob dieser Geschichte! Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, WARUM denn bloß diese Frau das alles mitgemacht hat bzw. sich ANGETAN hat?!?!? Einfach nicht nachzuvollziehen für mich!

 

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